Herzensort Natur

Herzensort Natur, was zieht uns nur hinaus ins Grüne? Und warum fühlen wir uns zwischen Blättern und Blumen so friedlich gestimmt? Über den Zauber der Natur und des eigenen Stücks grün.

Barfuß über taufrisches Gras laufen, das Schattenspiel der Blätter betrachten, während der würzige Duft von Lavendel in die Nase steigt und ein Vogel singt. Die lebendige Schönheit der Natur oder eines Gartens raubt uns den Atem, lässt uns die Zeit vergessen. All unsere Sinne werden umgarnt, und mit kindlichem Staunen entdecken wir, wie intensiv eine selbst gepflügte Himbeere oder Erdbeeren schmecken kann. Wie die Blüten des Flieder Bushs nach einem kurzen Sommer Duften. Wie die Blätter Rauschen wenn der Wind hindurch fährt.

Raus in die Natur oder in den Garten statt zum Arzt: Laub harken für die Gesundheit

Es ist die Summe der kleinen Momente die uns glücklich macht und daran erinnert, dass wir am Leben sind, die Arbeit oder die Erholung im Grünen tut unserer Seele gut. Zum einen geht es hier um das körperliche Training. Denn Gartenarbeit fördert nachweislich den Muskelaufbau stärkt die Knochen, das Immunsystem und das Herz. Ob Unkraut zupfen, Laub harken oder Kirschen pflücken, der Garten bietet ein abwechslungsreiches Krafttraining, dass die Durchblutung fördert und das Risiko für Arterienverkalkung und Blutgerinnsel senkt. Eine Studie der Universität Arkansas zufolge schützt Gartenarbeit oder der allgemeine Aufenthalt in der Natur sowie auch das Wandern vor Osteoporose, Frauen über 50 die mindestens einmal pro Woche im Garten werkeln haben eine höhere Knochen dichte als gleichaltrige, die regelmäßig  Joggen oder Schwimmen. So kann auch die Gedächtnisleistung gesteigert werden sie lernen Arbeitsschritte und prägen sich Namen von Pflanzen ein.

Schmutzig, aber glücklich: der Garten als als Ausgleich zum Alltag

Mehr als um die positiven Effekte für die Gesundheit geht es passionierte Gärtnerin wohl um die wohl tuende Wirkung eines Gartens auf die Seele jeder Mensch braucht einen noch unbelegten, zu gestaltenden Ort. Klar, wer schon einmal selbst gezogene Tomaten geerntet oder eine Struppi der Hecke gekappt hat, spürt unbändigen stolz über sein eigenes Werk. Deutlich zu sehen, was sie mit eigenen Händen schaffen können, dieses Gefühl geht im Job, Alltag zum Beispiel vor einem Computer mit abstrakten Programmen oft verloren. Gartenarbeit ist ein Gegenmodell zum Alltag. Aber wir müssen lernen, dass wir die Natur nicht steuern sondern nur begleiten können. Selbst wer seitenlange Fachbücher liest, die besten Standorte aussucht, täglich Unkraut zupft, um den perfekten Salatskopf zu ernten, für den ist vielleicht trotzdem alles vergebens. Ein kühler Sommer, zu viel Regen oder eine fiese Nacktschneckenplage können das sorgfältig vorbereitete Werk rücksichtslos vernichten. Doch auch solche Frusterlebnisse sind heilsam. Die Erkenntnis das höhere Mächte walten, auf die wir keinen Einfluss haben kann entlastend wirken. Was für ein schöner und toller Gegensatz zur Arbeitswelt, in der alles planbar, begründet und funktionell gestaltet ist.

Dass wir trotz körperlicher Arbeit und möglichen Miss ernten so gern im Garten oder in der Natur werkeln, liegt auch an der beruhigenden Monotonie der Tätigkeit. Wir allein mit sich selbst versunken und geduldig die Erde um gelebt, Blumenzwiebeln steckt oder Bärlauchsaat ausgesetzt vergisst die Zeit und auf die Welt. Ehrgeiz und Eitelkeit, Missgunst und Unzufriedenheit alles fällt von uns ab. Fast immer ist die Freude an Blumen die Grundlage für einen Garten, manchmal aber auch die Trauer um einen geliebten Menschen. Für alle jedoch ist der Garten und die Natur ein Glück. Manche Menschen vor allen Dingen Gärtner schwören sogar, einen Nachmittag im Garten sei so erholsam wie eine Woche Wellness Urlaub.

Heilende Helfer aus Natur und Garten

Salbei: ein wahres Kraftpaket mit desinfizieren dar, Anti bakterieller sowie Virus und pilzhemmende Wirkung, besonders für Hals und Rachen, mit Salbeiteegurken lindert Zuverlässigkeit wie. Die Pflanze braucht viel Sonne.

Thymian: wirkt anregend, antibakterielle, entzündungshemmend und hilft gegen Reizhusten und andere Erkrankungen der Atemwege. Mag einen sonnigen Standort.

Pfefferminze: Keim töten, galletreibend und Krampf lösend, lindert Verdauungsbeschwerden. Wächst und gedeiht in jedem Hausgarten oder auf dem Balkon.

Schnittlauch: enthält neben viel Vitamin C auch schleimlösende, entzündungshemmende und blutreinigende Stoffe. Mag Sonne und halb Schatten.

Kamille: als Tee hilft sie bei Blähungen, Magenbeschwerden, Darmerkrankungen, grippalen Infekten und Schleimhautentzündungen. Liebt Sonne und leicht sandigen Boden.

Immer mehr Menschen wünschen sich inzwischen das ihr Garten nicht nur schön aussieht und verführerisch duftet, sondern sozusagen auch möglichst gut schmeckt. Neben den erschwerten in den letzten Jahren zunehmend beliebter wurden, nehmen die Nutzgarten mehr Raum ein. Gemüsebau ist ein großer Trend, was sicher auch an den Lebensmittelskandalen der jüngsten Zeit liegt. Ganz klar steckt aber ebenso der Gedanke dahinter, etwas Gutes für sich selbst zu tun. Das selbstgezogene und geerntete vermittelt ein Gefühl von Sicherheit, ich weiß vorher es kommt und wie es gewachsen ist. Genuss mit gutem Gewissen. Mal abgesehen vom stolz über die eigene Ernte, nichts schmeckt besser als die eigene Ehe wäre, frei von Dünger dafür mit Leidenschaft gesät, gepflückt, gepflegt, und verspeist.

 

 

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