Silberbergwerk Leogang 

Silberbergwerk Leogang 

Glück auf im Silberbergwerk Leogang

Geschichte und Tradition zum Anfassen . Glück auf, so begrüßt die Gemeinde Leogang voller Stolz seine Gäste. 3.500 Jahre Geschichte erleben, anfassen und begreifen. Das Silberbergwerk Leogang ist das Vorzeigeobjekt der kleinen Gemeinde im Pinzgau. Hier erfährt der Besucher alles über die älteste Bergbaustelle des Landes. Im heutigen Schaubergwerk folgen die Gäste den Spuren des mittelalterlichen Bergbaus. Eine Zeitreise durch die Geschichte des Salzburger Landes und natürlich des Silberabbaus.

Auf den Spuren der Bergmänner geht es im Silber Bergwerk Leogang tief in den Berg hinein. Die informativen Führungen sind sehr beliebt und zählen zu den Höhepunkten der Besucher der Region. Den Stollen zu Fuß entdecken, so wie es die Bergleute es einst Tag für Tag taten. Ein erfahrenes Team leitet die Exkursionen und gibt das Wissen der damaligen Zeit gerne an die heutigen Besucher weiter. Ein Ort, voller Tradition und Geschichte, der jeden Teilnehmer schnell in Bann zieht. Glück auf.

Die Knappenstube

Gerne wird die Knappenstube, ein gemütlicher Treffpunkt mit leckeren landestypischen Speisen und Getränken, als Ausgangspunkt für die Führung gewählt. Und natürlich kehrt der Bergwerksbesucher auch nach der Führung nochmals in das Unterberghaus ein. Hier können die verbrauchten Energiereserven wieder aufgefrischt werden. Die heimische Küche und das rustikal anmutende Ambiente laden förmlich zu verweilen ein. Und wer nach der Stärkung noch ein passendes Andenken sucht, der ist hier genau richtig. Eine Vielfalt an ausgesuchten Souvenirs stehen dem Besucher im hauseigenen Shop zur Verfügung. Ein kleines Andenken als Belohnung nach solch einer Tour gönnen sich die meisten Gäste. Letztendlich eine bleibende Erinnerung für einen unvergesslichen Tag.

Seit über 30 Jahren dient das Schaubergwerk als Vorführ- und Schulungsobjekt. Wie hat der Bergmann damals gearbeitet? Mit welchen Hilfsmitteln wurde die Arbeit ausgeführt? In unmittelbarer Nähe der Knappenstube wurde ein sogenanntes Pochwerk errichtet. Diese altertümliche Maschine zertrümmerte alle Erze und Steine, die mühsam zusammengesucht wurden und den Weg zum Pochwerk fanden. Durch das Bedienen der originalgetreuen Maschinen wird dem Besucher zum ersten Mal die körperliche Anstrengung wirklich bewusst. Der körperliche Einsatz der Bergleute war enorm. Das begehrte Erz aus dem Stein zu gewinnen, war damals eine unglaubliche Knochenarbeit. Nicht selten kam es zu Erschöpfungsanfällen oder schlimmeren Verletzungen. Die Gier nach dem Silber hatte damals schon keinen guten Ruf.

Ein Schaubergwerk als Ausflugsziel

1989 wurde das Schaubergwerk offiziell eröffnet und gilt seit dem als Ausflugstipp und Sehenswürdigkeit des Salzburger Landes. Schulklassen, Familien und Firmen buchen regelmäßig die Bergwerkstouren. Speziell für die Kleinsten werden kindgerechte Führungen angeboten. So haben auch die kleinen Besucher alle Möglichkeiten, die Werkzeuge und die Ausstellungsstücke in aller Ruhe zu betrachten. Natürlich dürfen die Werkzeuge streckenweise unter Aufsicht auch berührt und angefasst werden. Für Kinderhände die wohl schönste Art des Lernens und eine Schatzsuche rundet das Kinderpaket ab. Anschließend bleibt nur noch die Einkehr in die Knappenstube, wo bereits die Pommes auf die jungen Entdecker warten.

Handgeschremmte Stollen, so nennt es der Fachmann, säumen die teils schmalen Gänge. Streckenweise ist der berühmte Gänsemarsch die einzige Option der Fortbewegung für die Gruppe. Ich musste an einigen Stellen schon ziemlich den Kopf einziehen. Ohne eine ortskundige Führung wäre eine Besichtigung gar nicht umsetzbar. Kilometerlange Stollen, verwinkelt und untereinander vernetzt. Ein Labyrinth, das über hunderte Jahre immer weiter ausgebaut wurde. Über zweihundert Stufen führen in die verschiedenen Ebenen. Über eine Stunde lang erkunden die Besucher das Bergwerk. Festes Schuhwerk und ein dicker Pullover sollten bei der Tour eingeplant werden. In den tieferen Regionen des Stollennetzes können die Temperaturen auf sieben bis acht Grad fallen. Empfehlenswert ist auch eine Taschenlampe. Wer am ende der Gruppe geht dem wird die Beleuchtung manchmal etwas knapp. 

Wirtschaftsaufschwung dank dem Bergbau

Es waren nicht nur die Rohstoffe, die für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgten. Zugereiste Arbeiter erhöhten das Wirtschaftsvolumen, die Zahl der Mitbürger erhöhte sich von Jahr zu Jahr. Gerade Ende des 17. Jahrhundert erlebte die Region rund um das Silberbergwerk Leogang die ersten erfolgreichen Jahrzehnte.
Silber, Kupfer, Kobalt und Nickel waren die Hauptgüter, die unter Gefahren aus dem Berg geschafft wurden. Unter großer körperlicher Belastung und mit einer Portion Mut wurde hier gearbeitet. Die Bergknappen, so wurden die Bergleute damals genannt, waren mit dem Berg auf eine besondere Art und Weise verbunden. Tiefer Glaube und Ehrfurcht an die Heiligen prägten die damaligen Arbeiter. Viele der Gerätschaften wurden für das Schaubergwerk nachgebaut. Der Besucher kann die körperlich harte Arbeit nachvollziehen, die Werkzeuge anschauen und die Möglichkeiten der damaligen Zeit erahnen. Interessant ist der direkte Vergleich zur heutigen modernen Zeit.

Ein mittelalterliches Schaubergwerk

Von Ende Mai bis Ende Oktober können von 10.00. bis 17.00 Uhr Touren gebucht werden. Um eine telefonische Voranmeldung wird gebeten. Spezielle Kinderführungen werden einmal in der Woche angeboten. Und natürlich steht nach dem Besuch des Bergwerks ein kulinarischer Abschluss in der Knappenstube an. Gemütlich wird der Tag hier ausgeläutet, das rustikale Ambiente bildet den krönenden Abschluss eines informativen Tagesausflugs.

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